Das Ramayana oder „Sita sings the blues“

Kalt ist es hier in Cottbus. Dunkel und der Regen nieselt vom Himmel. Und das in der farbenfrohen Stierphase Mai. Der Tag ist also gut für farbenfrohe Inspiration. Auf Youtube habe ich heute Morgen einen farbenprächtigen und singfreudigen Zeichentrickfilm entdeckt. Sita sings the blues.

Sita ist eine alte Erdgöttin. Sie wurde als Baby beim pflügen in einer Erdfurche gefunden und König Janaka nahm sie als Tochter auf.

Der Mythos der Sita hat Ähnlichkeiten mit der griechischen Königin Helena, die von Paris entführt wurde. Auch Sita wird entführt. Ravana, der Herrscher von Sri Lanka entführt Sita, um sie zu seiner Frau zu machen.

Sita wie Helena sind aber zu Zeit ihres Kidnappings verheiratet. Und die Ehemänner wollen ihre Gattinen zurückhaben. Helena ist mit Menelaos vereint und Sita mit Rama.

Hier beginnt die Geschichte von Krieg und Niedergang.

Und die Geschichte von der Erdgöttin, die gestohlen wird und danach alles Vertrauen und ihren königlichen Platz als Fruchtbarkeitssymbol verloren hat. Der Stier rebelliert gegen seine Herrin. Und beginnt mit dem Feuer zu spielen. Troya wurde auf die Grundmauern hin verbrannt und Sita wird nach ihrer Befreiung durch Rama und seinem treuen Diener Hanuman,der Feuerprobe überantwortet. Ist die Erde eine treue, keusche Gewalt oder treibt sie es mit Dämonen und Teufeln?

Ähnlichkeiten zum Mittelalter in Europa sind da leicht zu finden. Und auch zur Gegenwart. Für mich ist die Verbindung zur Erde und ihrem geschändeten Körper wichtig.

Helena war nach einer Überlieferung der Gnadenaltar der spartanischen Vegetationsgöttin, den die Troyaner raubten.Daher diese große Aufruhr und Fahrt der Griechen gen Troya. Die Angst, das das Land verdörre ,ohne das heilige Relikt war groß.

Und Helena wurde von Zeus/Jupiter gezeugt und Leda ,die von Zeus in einen Schwan verwandelt wurde, war ihre Mutter. Die astrologische Konstellation ist Jupiter/Pluto.

Helena ist wie Sita nicht durch eine menschliche Gebärmutter genährt worden, sondern entschlüpfte einem Schwanenei.

All diese uralten Mythen sitzen in unserer Seele und sind oft verantwortlich für die Kälte, die Eifersucht, den Größenwahn, die Vorstellung von Allmacht und absoluter Wahrheit, die anders Leben als unrein und wertlos betrachtet ,im Spiegel des eigenen Perfektionsmus.

Aber hier dieser großartige Trickfilm der Liebe, Hingabe und Vergebung der gütigen Erdgöttin so wundersam erzählt und vor allem singt!

Bild:

Sita und der Feuergott, Illustration zu W.D. Monro: Stories of India’s gods and heroes, 1911.

 

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6 Gedanken zu “Das Ramayana oder „Sita sings the blues“

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